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Impressionen aus den Hochstammobstgärten 

Apfelernte auf dem Fohrenhof

Der Fohrenhof der Familie Felder liegt im Herzen des Luzerner Seetals. Wenn im Herbst die Hochstamm-Ernte beginnt, herrscht Hochbetrieb: Grosseltern, Eltern und die fünf Kinder packen gemeinsam an. Die Ernte ist für die Familie weit mehr als Arbeit – sie ist gelebte Tradition und der Lohn für einen Hochstamm-Obstgarten, der seit Generationen mit Sorgfalt gepflegt wird.

Die Hochstammbäume prägen den vielseitigen Familienbetrieb. Auf dem Fohrenhof werden Milchwirtschaft, Futterbau, Ackerbau, Waldwirtschaft und Obstbau miteinander verbunden. Die Bäume sorgen für ein angenehmes Mikroklima, spenden den Rindern Schatten und tragen dazu bei, dass die Weiden weniger rasch austrocknen. Gleichzeitig bilden sie einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Fledermäuse und Insekten – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.
 

Zwetschgenernte im «Wätschgernäscht», Oltingen

Wer im Spätsommer durch das Baselbieter Dorf Oltingen fährt, versteht sofort, weshalb die Region als «Wätschgernäscht» bekannt ist. Rund um das Dorf prägen Tausende Hochstamm-Zwetschgenbäume seit Generationen das Landschaftsbild. Es ist eine der letzten grossen zusammenhängenden Hochstamm-Zwetschgenlandschaften der Schweiz und ein einzigartiges Kulturerbe. 
 

Wenn die dunkelblauen Früchte reif sind, beginnt die Zwetschgenernte. Mit viel Handarbeit werden die Zwetschgen Baum für Baum geerntet. Ein Teil gelangt direkt in Hofläden oder wird zu Edelbränden verarbeitet. Viele der Früchte finden ihren Weg ins Posamenter-Projekt, das mit hochwertigen Spezialitäten wie Dörrzwetschgen, Chutneys, Backwaren oder weiteren Delikatessen der traditionsreichen Hochstamm-Zwetschge neue Absatzmöglichkeiten eröffnet. Damit trägt das Projekt entscheidend dazu bei, diese einmalige Kulturlandschaft und ihre Biodiversität langfristig zu erhalten. 
 

Wer Hochstamm-Zwetschgen aus Oltingen geniesst, erlebt deshalb weit mehr als aussergewöhnlichen Geschmack. Jede Frucht steht für gelebte Tradition, sorgfältige Handarbeit und den Erhalt einer Landschaft, die es in dieser Form nur noch an wenigen Orten der Schweiz gibt.

 


 

Baumschnitt in Buus: Winterarbeit für starke Hochstammbäume

Wenn die Bäume ihre Blätter verloren haben, beginnt die wichtigste Pflegearbeit des Jahres. In den Hochstammobstgärten von Buus werden die Bäume fachgerecht geschnitten, damit sie gesund bleiben, stabile Kronen entwickeln und auch in Zukunft hochwertige Früchte tragen.

Was auf den ersten Blick wie aufgeräumte Winterarbeit aussieht, leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Natur. Ein Teil des Schnittguts bleibt als Asthaufen im Obstgarten liegen. Diese wertvollen Strukturelemente bieten Igeln, Wiesel, Eidechsen, Wildbienen und zahlreichen weiteren Arten Schutz und Lebensraum. So stärkt jeder Winterschnitt nicht nur die Bäume, sondern auch die Biodiversität in den Hochstamm-Obstgärten.

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